Freud und Leid in Kaltbrunn

RB. Der Sieg von Giger Samuel und ein starkes Rheintal-Oberländer Team drückten dem 106. St. Galler Kantonalfest in Kaltbrunn den Stempel auf. Mit sieben Kränzen fiel die ROSV-Bilanz über den Erwartungen aus.

In Kaltbrunn traten beim 106. St. Galler Kantonalschwingfest 189 Aktive, darunter vier Eidgenossen, an. Infolge der Corona-Bestimmungen lediglich aber vor Funktionären und Betreuern. Auch wettertechnisch war das Ganze eher tritt: Was am Morgen nach Dauerregen während des ganzen Tages aussah, änderte sich auch am Nachmittag nicht – einzig die Intensität variierte.

Als Sieger liess sich Samuel Giger in Kaltbrunn feiern. Der Favorit gewann nach rund viereinhalb Minuten gegen den Thurgauer Verbandskollegen Mario Schneider. Der mittlerweile fünffache Saisonsieger stellte nur im Anschwingen gegen Weissenstein-Sieger Damian Ott, die weiteren Gänge gingen alle an Giger. Im vierten Gang bezwang er auch Herausforderer Werner Schlegel, der das Fest als Zweiter beendete.

Vier Kränze für Melser
Mit Edi Bernold , Reto Schlegel, Kjetil Fausch und erstmals Ignaz Hobi konnten vier «Melser» Schwinger das begehrte Eichenlaub entgegennehmen.

Edi Bernold stellte zum Auftakt gegen den Bündner Teilverbandskranzer Mauro Gartmann. Der Flumser liess sich durch diesen Punkteverlust nicht beeindrucken und reihte seine folgenden zwei Gegner zu seinen Punktelieferanten. Im vierten Gang musste Bernold dann allerdings die Überlegenheit des Glarner Eidgenossen Roger Rychen neidlos anerkennen. Den fünften und den sechsten Gang zum Abschluss um den Kranz gegen den St. Galler Rico Baumann konnte Bernold wiederum für sich gewinnen, was den zweiten Kranzgewinn der Saison bedeutete.

Als Zweiter im Bunde der Melser Kranzgewinner durfte sich Reto Schlegel (Flumserberg) feiern lassen. Nach zwei Siegen zum Auftakt verlor Schlegel im dritten Gang gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Schneider. Nach einem weiteren Sieg und einer Niederlage war nun für den Kranzgewinn ein weiterer Sieg vonnöten. Schlegel bewerkstelligte dies gegen den Einheimischen Hanspeter Kamer nach einem beidseitig attraktivem Kampf und gewann ebenfalls bereits den zweiten Kranz der Saison.

Im gleichen Rang klassierte sich der in Sargans wohnhafte Wartauer Kjetil Fausch, welcher mit den Melsern trainiert. Vier Siegen stehen zwei Niederlagen gegenüber, darunter gegen den Schlussgangteilnehmer Schneider. Im Kampf ums begehrte Eichenlaub besiegte Fausch den Zürcher Teilverbandskranzer Christian Blaser.

Eine tolle Leistungen zeigte auch der Berschner Ignaz Hobi, welcher erstmals vor die Kranzjungfern treten konnte. Nach drei Siegen und zwei Niederlagen nach fünf Gängen, war für den erstmaligen Kranzgewinn ein Sieg zum Abschluss gefordert. Hobi bewerkstelligte dies mit einer sauberen Zehn gegen den jungen Zürcher Janos Bachmann. Der Montlinger Ulmann
Fabian, sowie die beiden Neukranzer Dean Burch (Widnau) und Janosch Kobler (Oberriet) rundeten die tolle Rheintal-Oberländer Teamleistung mit ihren Kranzgewinnen ab.

Bis zuletzt befanden sich mit Marco Good (Sargans) und dem jungen Flumserberger Jan Mannhart zwei weitere Melser auf Kranzkurs. Für beide war zum Kranzgewinn ein Sieg zum Tagesabschluss gefordert. Good stellte nach attraktivem Gang gegen den Innerschweizer Teilverbandskranzer Philipp Schuler und Mannhart verlor gegen den jungen St. Galler Cédric Lenherr.

Christian Bernold verletzt sich

Nach drei Gängen ganz vorne anzutreffen war auch der Berschner Christian Bernold. Einem Gestellten zum Auftakt gegen den Thurgauer Eidgenossen Beni Notz und zwei Plattwürfen, folgte jedoch eine Knieverletzung im vierten Gang. Gemäss ersten Abklärungen im Spital zog sich Bernold eine Verletzung am Meniskus zu. Weitere Abklärungen folgen jedoch in den nächsten Tagen.

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